Quotations on WagnerEs lässt sich die Behauptung aufstellen, dass Wagner, sozusagen
Bruno Nurmi: Richard Wagner. Merkkimiehiä,
elämäker-
He was the first to use music as a means of
influensing, of
Alfred Einstein: Music in the Romantic
Era. A History
Als Wagner nicht nachliess und durchaus darauf
bestand, die
Friedrich Uhl: "Erinnerungen an Wagner",
Fremden-Blatt
Tags darauf, es war im März 1864, besuchte mich
Friedrich Uhl: "Erinnerungen", Fremden-Blatt
Another error is the notion that he [Ludwig II]
WATSON, Derek: Richard Wagner. New York 1979, p.
198.
Wie hier über den jungen König räsoniert wird,
das
Seit es einen Deutschen Bund gibt, hat die
königl.,
In der Höhe des Sommers war Wille nach Luzern
Wille, Eliza: Erinnerungen an Richard Wagner.
Mit
The Prussian diplomats were quite well aware of
the
Franz Liszt's words according to Cornelien
Abranyi,
Nachdem sich Wagner vorgestern bei mir
angemeldet,
Hohenlohe-Schilligsfürst, Chlowdig zu:
Denkwürdig-
Richard Wagner ist nun einmal jetzt der
einzige,
"Das musikalische Jahr 1869. Ein Rückblick",
Signale 13/1870
Der Ausgangspunkt für den Wagner-Cultus in
Berlin
Allgemeine Musikalische Zeitung 17.5.1871.
Sie [Wagner und Bismarck] sind Arbeiter am
einem
Wirth, Moritz: Bismarck, Wagner, Rodbertus,
drei
Ich kehre heim und R. fährt zum Fürsten [Bismarck], wo er
Die Tagebuchaufzeichnung Cosima Wagners
3.5.1871,
Ein Petitium (Geld für Bayreuth) hatte er nicht
Otto von Bismarck, quoted in:
Ich selbst war einmal (Dezember 1877) Zeuge,
wie
Schemann, Ludwig: Meine Erinnerungen an Richard
Wagner ist ganz im rechten Zeitpunkte geboren,
im
Peter Cornelius: "Deutsche Kunst und Richard Wagner
- I", Deutsche Zeitung 29.12.1871.
Aus traurigem Verfall erstand das deutsche
Kaiser-
"Deutsche Festspiele in Bayreuth. Aufruf des
Acade-
Richard Wagner hat sich schon selbst ein
Denkmal
Pohl, Richard: Richard Wagner. Sammlung
Musikali-
Wagner bezeichnet sein Werk als ein nationales
und
Meyer's Konversations-Lexikon. Dritte, gänzlich
...doch bin ich der Meinung, dass wir heutzutage
H.S.Chamberlain an Cosima Wagner 13.1.1905,
Cosima
Man kennt den Verfasser als einen der
werkthätigen
Neue Freie Presse 8.9.1898.
Freilich trägt Wagner als Mensch ein gutes
Theil
Die Gegenwart 9.7.1898.
Warum, so fragen wir, hat Mr. Chamberlain, der
Neue Freie Presse 8.9.1898.
tasarja. Toim. Yrjö Hirn ja Kaarle Krohn. Porvoo 1923,
p. 28. (quotation translated from the Finnish)
entrancing, of intoxicating, of conquering. To be sure, all
musicians direct their attention to the 'world' - to
connois-
seurs, to a community great or small, to the nation. Even
before
Wagner a few composers had felt impelled to create a
community
for themselves because there was none at hand. Handel did so
in
his oratorios; Beethoven, in his symphonies. So far as
Wagner
concerned, however, Handel scarcely existed [...] But in
Beet-
hoven Wagner saw his true predecessor - or, more precisely,
in
the Beethoven of the Ninth Symphony, with which the reign of
pure instrumental music seemed to have come to an end and
that
of opera, of his opera, to have begun.
of Musical Thought in the 19th Century. New York
1947,
pp. 227-228.
Demokraten an der Donau kennen zu lernen, führte ich ihn
eines
Abends in das Hotel 'zum römischen Kaiser' in der Renngasse,
wo
der 'Demokratische Verein' eine Sitzung hielt. Wir nahmen
Platz.
Der Präsident stellte sich als Vorstand an den
beherrschenden
Tisch und begann eine konfuse Rede. Als er den Satz recht
vernehmlich sprach: 'Der Republik ist das beste Staatsform!'
sah
ich Wagner an, er lächelte traurig, ich sprach: 'Haben Sie
genug?', er antwortete 'Ja!' und wir gingen [...] Fortan
wurde
zwischen Wagner und mir Politik kaum berührt...
Nr. 335, 6.12.1891.
Herr von Pfistermeister, Kabinettsekretär aus München [...]
"Denken Sie", rief er, nachdem wir uns begrüsst hatten, "ich
komme im Auftrage des Königs, um ihm Richard Wagner zu
bringen;
der Mann ist aber fort, und Niemand weiss wohin!" - "Da kann
ich
dienen. Wagner ist nach Zürich gereist. Wenn Sie sich in der
von
Semper gebauten Villa Wesendonk vorstellen, werden Sie
sofort
erfahren, in welchem Hôtel Wagner wohnt." Herr v.
Pfistermeister
dankte, verliess mich bald und fuhr noch Abends nach
Zürich.>
Nr. 335, 6.12.1891. (An den Zeitpunkt von Pfistermeisters Besuch
erinnert
sich Uhl falsch: Pfistermeister kam nicht im März sondern im
April.)
allowed his devotion to Wagner to influence the practical
res-
ponsibilities of his office [...] On matters concerning
artistic
ideals, he and Wagner were of one accord, but at no time did
Wagner's political views sway him, except perhaps when
Wagner
exhorted him to have courage or, in friendly wise, urged him
not
to lose faith in himself.
überzeugt alle Begriffe. Im Volke heissen sie ihn nur mehr
den
Wagnergesellen.
Privatschreiben des Grafen Blome an den Grafen
Mensdorff 20.5.1866, in: Quellen zur deutschen Politik
Öster-
reichs 1859-1866. Unter Mitwirkung von Oskar Schmid
herausgege-
ben von Heinrich Ritter von Srbik. Bd. V, 2. Halbband: 1.
Mai
1866 bis August 1866. Deutsche Geschichtsquellen des 19.
Jahr-
hunderts. Herausgegeben durch die Historische Kommission bei
der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 33. [2.] Berlin
1938, p. 725.
bayerische Regierung sich jederzeit als entschiedene
Anhängerin
einer gesamtdeutschen Politik bewährt, einer Politik, deren
erste Voraussetzung in dem Zusammenwirken der beiden
mächtigsten
Mitglieder des Bundes besteht. So aufrichtig wie wir selbst
hängt der Münchener Hof an dem Gedanken, dass der Deutsche
Bund,
Österreich und Preussen an der Spitze, eine eng verbundene
Ge-
samtmacht bilden solle, und Freih. v. der Pfordten
persönlich
ist stets ein energischer Vertreter dieses für jeden
deutschen
Patrioten fundamentalen Gedankens gewesen.
Erlass an den Grafen Blome in München 2.1.1865,
in:
Quellen zur deutschen Politik Österreichs 1859-1866. Unter
Mitwirkung von Oskar Schmid herausgegeben von Heinrich
Ritter
von Srbik. Bd. IV: März 1864 bis August 1865. Deutsche Ge-
schichtsquellen des 19. Jahrhunderts. Herausgegeben durch
die
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der
Wissen-
schaften, Bd. 32. Berlin 1937, p. 495.
gereist, wo Wagner sich zeitweilig aufhielt und Semper ihm
den
Grundriss zum projektierten Theaterbau vorlegte. Er traf die
Herren beisammen, als er Wagner zu bewegen suchte, durch
seinen
Einfluss auf den König von Bayern diesen dahin zu bringen, dass
er
neutral bleibe und seine Vermittlung zwischen Österreich und
Preussen anbiete. Wagner, damals voll Widerwillen gegen
Bismarck
und Preussen, weigerte sich und sagte, er habe in politischen
Dingen gar keinen Einfluss auf den König, der "wenn er
(Wagner)
von dergleichen anfange, in die Höhe blicke und pfeife"!
15 Briefe Richard Wagners. Vierte Ausgabe. Zürich 1982, p.
95.
enormous influence of Richard Wagner on the young and
unstable
king, who idolized him: they knew how to use him to attain
their
ends. There was no need to exert much pressure on Wagner to
get
him to accomplish the task that the Prussians expected of
him.
cit. PAILLARD, Bertita, HARASZTI, Emile: Franz Liszt and
Richard
Wagner in the Franco-German War of 1870, in: The Musical
Quar-
terly 35, 1949, p. 387.
nachher aber wieder entschuldigt hatte, da er krank geworden
war, schrieb ich ihm heute, um ihn abends zu mir zu bitten.
Er
kam um ½7. Anfangs war er etwas befangen, sprach von
allgemeinen
Dingen und entschuldigte sich, dass er überhaupt eigentlich
kein
Recht habe, zu mir zu kommen. Ich setzte ihn in eine
behagliche-
re Stimmung, indem ich ihm sagte, wir hätten zwei
Vereinigungs-
punkte, wir seien von derselben Partei gehasst und einig in
gleicher Verehrung für den König. Darauf wurde er
mitteilender,
sprach von der Art, wie man den König behandelt und gequält
habe, so dass er zweimal ihm geschrieben habe, er würde
abdanken,
erzählte unter Beteuerungen, dass er sich damit nicht rühmen
wolle, dass er mich dem König als Minister empfohlen habe;
dann
kam er auf die Aufgabe Bayerns als ein deutscher Staat,
dessen
Bevölkerung die Gewandtheit der Franken mit der Phantasie
der
Schwaben und der Naturkraft der Bayern vereinige, dass der
König
ganz der Mann sei, diesen deutschen Staat zu regieren und
das
Ideal des Deutschtums zu verwirklichen, kam dann auf seine
Kunstrichtung zu sprechen, auf seine hiesigen Erfahrungen,
auf
seine Pläne mit der Einrichtung einer Kunstschule, auf die
Hindernisse, die ihm in den Weg gelegt worden seien, und
endlich
auf das Kabinett. Dazwischen sprach er von der
Notwendigkeit,
dass ich im Ministerium bleibe. Worauf ich ihm erwiderte, dass
dies nicht von mir abhinge. Ich könne nicht dafür einstehen,
dass
man nicht das Vertrauen des Königs in mich untergrabe, und
sei
dessen um so weniger sicher, als der König nach der
Tradition
des Königlichen Hauses nicht direkt, sondern nur durch das
Kabinett mit mir verkehre. Er sagte nun, dass dies nicht so
bleiben könne, worauf ich ihn darauf aufmerksam machte, dass
es
sehr gefährlich sei, sich mit dem Kabinett in einen Kampf
einzu-
lassen, er wisse das am besten. Mein politisches Programm
er-
wähnte er, worauf ich auf einige Einzelheiten noch
einging.
Schliesslich sprach er noch die Hoffnung aus, dass der
König
nie das Vertrauen in mich verlieren würde.
keiten. Im Auftrag des Prinzen Alexander zu
hohenlohe-Schilligs-
fürst hrsg. von Friedrich Curtius. Erster Band. Stuttgart 1906,
p. 211.
lebende deutsche Tondichter, dessen Bühnenwerke, trotz aller
ästhetischen Proteste und persönlichen Angriffe, trotz aller
Broschüren und Zeitungsartikel, sich immer mehr Terrain
erobern
und dieses Terrain auch zu behaupten wissen - weil ihr
Schöpfer
eben ein Genie ist, dessen Berechtigung man nicht leugnen,
dessen eminente künstlerische Potenz und Consequenz man
anerken-
nen muss, gleichviel, ob mit Widerstreben oder mit Sympathie.
(23. Februar 1870), 193.
ist in den Salons des Hausministers v. Schleinitz, dessen
junge,
schöne und etwas excentrische Frau, eine geborene v. Buch,
für
Wagner schwärmt und einige Journalisten untergeordneten
Ranges
zu Organen dieser Schwärmerei gewonnen hat. Eine
verhältnissmäs-
sig kleine Gemeinde mit dem Appendix aller derjenigen, die
nirgends fehlen dürfen, wo etwas vorgeht, bildet den
'grossen
Kreis der Verehrer des Meisters', während Künstler von Namen
bei
allen bisherigen Ovationen durch ihre Abwesenheit glänzten.
Möglich, dass Frau v. Schleinitz ihren Protégé zum
General-Mu-
sikdirector befördert zu sehen wünschte; doch ist daran nicht
zu
denken. Gleichwohl ist die Furcht davor so gross, dass in
Ber-
liner Correspondenzen auswärtiger Blätter Herr Wagner davor
gewarnt wird, in Berlin politische Intriguen zu spinnen.
und demselben grossen Werke. Bismarck und Wagner, obwohl an
den
entgegengesetzten Enden unseres nationalen Arbeitsfeldes
ihre
Aufgaben suchend und lösend, hatten doch beide dasselbe
Ziel:
die Vertheidigung des deutschen Wesens gegen das Ausland.
Beide
schliessen, jeder auf seinem Gebiete, den Zustand eines
mehr-
hundertjährigen Eingreifens fremder Mächte kräftig ab und
machen
den Deutschen zum Herrn seines Bodens und seiner
Fähigkeiten.
Auch gehen die Thätigkeiten des Künstlers und die des
Staatsman-
nes nicht blos äusserlich neben einander her, sondern
bedingen
und fordern sich gegenseitig. Ein Volk, das eine eigene
Kunst
haben will, bedarf dazu des starken Unterbaues der
nationalen
Selbstständigkeit.
deutsche Meister. Betrachtungen über ihr Wirken und die
Zukunft
ihrer Werke. Leipzig 1883, p. 152.
eingeladen ist. Er kommt höchst befriedigt zurück, eine
grosse
einfache Natur hat sich ihm dargestellt. Wie R. ihm seine
Vereh-
rung bezeigt, sagt Bismarck: "das einzige, was ein Verdienst
ge-
nannt werden kann, ist dass ich ab und zu eine unterschrift
erlangt habe." Und dann: "ich habe nur in der Krone das Loch
ausfindig gemacht durch welches der Rauch durch kann." R.
ist
ganz entzückt von der ächten Liebeswürdigkeit dieses
Naturells,
keine Spur von Reticenz, eine leichte Sprache, die
herzlichste
Mitteilsamkeit, alles Vertrauen und Symphatie einflüssend.
Aber
sagt R., wir können uns nur gegenseitig beobachten, jeder in
seiner Sphäre, mit ihm etwas zu thun haben, ihn für mich zu
gewinnen, meine Sache zu unterstützen ihn zu bitten, käme
mir
nicht bei. Aber diese Begegnung bleibt mir von höchstem Wert.
in: Wagner, Cosima: Die Tagebücher. Band I: 1869-1877.
Ediert
und kommentiert von Martin Gregor-Dellin und Dietrich Mack.
München 1976, S. 384.
vorgebracht. Man setzte uns zusammen auf ein Sofa, und da
dachte
er wohl, dass sich zwischen uns ein Duett entspinnen würde,
aber
es kam anders. Der Meister der Töne erntete wohl von mir
nicht
genug Elogen, er kam nicht zur Entfaltung und ging enttä-
uscht.
Poschinger, Heinrich von: Gespräche mit und
über
Bismarck. Band I. Berlin 1919, p. 264-268.
eine der bittersten Beschwerden, die Wagner gegen Bismarck
auf
dem Herzen hatte, die nämlich, dass dieser der Grosszüchtung
des
Judenthums im deutschen Volksleibe, zum Mindesten gesagt,
nicht
gewehrt habe, sich in elementarer Weise aus seinem Inneren
hervorrang. Seine Klagen über das unsägliche Elend, das die
Juden über unser Volk gebracht, gipfelten in der Schilderung
des
Schicksals des deutschen Bauern, der bald keine Scholle
eigenen
Bodens mehr besitzen werde, um sein Frühstück darauf zu
verzeh-
ren. 'Und das alles geschieht unter den Augen des
Germanen
Bismarcks!'
Wagner. Stuttgart 1902, p. 46.
Jahre der Schlacht bei Leipzig, deren Donner um seine Wiege
tobten. Er ist dann, da wir Alle noch im Frieden lebten,
frühe
zum Kampf erwacht und hat allein stehend, mit einem
schicksal-
vollen Leben ringend, der deutschen Sache den Sieg
erfochten.
Mit gewaltigem Geiste hat er alle monumentale Kraft der Zeit
in
sein Schaffen zusammengedrängt...
reich, und unter dem Donner der Schlachten, in welchen Deut-
schlands begeisterte Jugend siegte, wurden die edelsten
Bestre-
bungen langer Jahrzehnte zur That.
Heute, wo die Leitung des vollbrachten Werkes in den
Händen
eines gewaltigen Mannes ruht, wo der glühende Wunsch nach
na-
tionaler Einheit befriedigt ist, widmet der deutsche Student
mit
um so froherer Zuversicht seine Theilnahme den nationalen
und
idealen Geistesbestrebungen. Auf eine solche geistige Arena
rufen daher die Unterzeichneten alle ihre Commilitonen.
Wie in Hellas mit der grüssten staatlichen Blüthe die der
Kunst Hand in Hand ging, so soll auch neben der Auferstehung
des
deutschen Reiches dem deutschen Geiste durch ein gewaltiges
Kunstwerk ein ewiges Denkmal gesetzt werden. Zum zweiten
Male
triumphirte in diesen Tagen der welthistorische Beruf des
Germa-
nen auf politischem Gebiete - der geistige Sieg soll durch
die
deutschen Festepiele in Bayreuth gefeiert werden.
Richard Wagner, der grosse Dichter-Componist, dessen
unbeirr-
tes reformatorisches Wirken auf dem Gebiete der Kunst mit
Bis-
marck's politischer Thätigkeit verglichen werden kann -
Richard
Wagner, der Sänger deutscher Grösse, weihte das Werk seines
Lebens dem Vaterlande. Das Volk soll eine würdige Aufführung
ermöglichen.
mischen Wagner-Vereins zu Berlin" (I. Redaction: April
1872),
Musikalisches Wochenblatt 26.4.1872.
errichtet: es steht in Bayreuth. Dieses Festtheater in
seinem
Geiste fortzuführen, durch pietätvollste Aufführung von des
Meisters Werken, muss unser nächstes Ziel sein.
scher Vorträge hrsg. von Paul Graf Waldersee. Fünfte Reihe.
Nr.
53/54. Leipzig 1884, p. 196.
gewiss nicht mit Unrecht, welche Meinungsverschiedenheiten
sich
auch über dasselbe hinsichtlich der Art und Weise der
dichte-
rischen wie musikalischen Behandlung des Stoffs geltend
machen
mögen. Auf jeden Fall gibt diesem grossartig angelegten
Bühnen-
werk schon der Umstand, dass demselben unsere deutsche Ursage
ihren Hauptzügen nach zu Grunde liegt, eine höhere,
allgemeine
Bedeutung, wie dies auch der glänzende Erfolg, den dasselbe
bei
seiner theilweise geschehenen Aufführung in anderen Städten,
z.B. in Leipzig (im Mai 1878), hatte, bewies.
umgearbeitete Auflage. Fünfzehnter Band. Leipzig und Wien
1878,
p. 539.
alle an der Sucht nach Dokumenten leiden, und dass man einen
gro-
ssen Mann aus seinen Werken und eher wenigen Zeugnissen - je
weniger, desto besser - muss beurteilen können.
Wagner und Houston Stewart Chamberlain im Briefwechsel 1888-
1908. Hrsg. von Paul Pretzsch. Zweite Auflage. Leipzig 1934, pp.
680-682.
Anhänger und Bewunderer des Meisters von Bayreuth.
Trotzdem
wird sein ungemein interessantes Buch die Wagnerianer ver-
driessen, weil es Thatsachen enthält, die wieder einmal
ein
unerfreuliches Licht auf Wagner's Charakter werfen...
Schuld an dieser (früheren) mass- und sinnlosen Opposition.
Er
war als Charakter nicht ohne Fehl, ein rücksichtsloser
Draufgän-
ger, ein ungezügelter Sinnenmensch und ein gigantischer
Egoist,
der fast alle seine Freunde ausbeutete und im Glück
verleugnete.
Hart und ungerecht gegen seine Feinde, war er im vertrauten
Verkehr zwar weich und überschwenglich, aber auch undankbar,
unverträglich und arrogant [...] Auch der Kapellmeister und
Komponist Wendelin Weissheimer, einer seiner Intimsten,
gehört
unter diese Schar der enttäuschten und verrathenen Freunde
Wag-
ners...
streitbare Bischof der Wagner-Gemeinde, das Buch nicht
einstamp-
fen lassen, wie Ferdinand Praeger's 'Wagner, wie ich ihn
kann-
te'? Das war ja die einfachste, handlichste Methode, einen
Bericht aus der Welt zu schaffen, der Ungünstiges, angeblich
Irriges über Wagner enthielt. Die literarisch korrekteste,
nobelste Art der Widerlegung ist das freilich kaum. Nicht
einmal
die vortheilhafteste. Das Wagner-Syndikat hätte doch besser
gethan, alle Unrichtigkeiten in Praeger's Buch standhaft zu
widerlegen und das Endurtheil dem Publikum zu überlassen.
I have also made a list of sources for
contemporary views on Wagner.
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